Kong
Der Kong ist etwas, dass ich absichtlich nicht bei den Hundespielzeugen aufführe, denn er ist weit mehr und viel bedeutender. Weswegen er auch ganz klar in jedem Hundehaushalt vorhanden sein sollte. Der Kong ist eine super Beschäftigung für den Hund. Er muss arbeiten um an das Futter zu gelangen und genau dabei bauen Hunde Stress und Anspannungen ab. Gerade Schlecken und Kauen regt bei Hunden den Speichelfluss an und gleichzeitig werden Endorphine freigesetzt, so dass der Hund sich über den Kong entspannen kann und zufriedener wird.
Der Einstieg mit dem Kong
Am Anfang wird der Kong mit Futter gefüllt, welches leicht herauszuholen ist, so dass der Hund auch Erfolge hat und nicht das Interesse verliert oder sich gar doch Frustration aufbaut, denn genau die wollen wir ja durch den Kong vermeiden und nicht schüren. Wir arbeiten mit Spaß und Motivation. Beides verliert der Hund, wenn er zu Beginn keine Erfolge feststellen kann.
Fortgeschrittenes Beschäftigen mit dem Kong
Hat der Hund aber bereits Übung und ist das „Füttern“ über einen Kong gewohnt, kann man die Beschäftigung langwieriger gestalten, indem man etwas hinein gibt, was sich nicht leicht herausholen lässt, wie Quark mit Banane oder Honig, Leberwurst, Schmierkäse, Babybrei oder größere getrocknete Kauartikel, welche nicht leicht herausfallen. Auch Reis mit Gemüse, Kartoffelbrei, Hundenassfutter oder Joghurt kann man hineingeben.
Profibeschäftigung mit dem Kong
Wurstwasser oder vergleichbares (Wasser indem sein Futter gekocht wurde, etc. pp.) in den Kong geben und dann ab ins Gefrierfach damit. Später kann man den Kong herausholen und der Hund hat richtig was zu tun. Das Gefrorene löst sich nur langsam auf und der Hund ist für eine lange Zeit beschäftigt.
Wann benutze ich den Kong
Ich benutze ihn immer mal zwischendurch zuhause. Besonders nutze ich ihn aber wenn Situationen entstehen, bei denen ich ihn gerne beschäftigt weiß. Das ist zum Beispiel so, wenn ich die anderen Tiere füttere und ihn nicht dazwischen herum wuseln haben möchte oder aber wenn wir auf Geburtstagen sind und ich unterbinden möchte, dass der Hund bei jedem bettelt, um das Buffet herum scharwenzelt oder vergleichbares. Wann immer ich etwas machen möchte, wo ich weiß, dass der Hund mitmachen will, er dort aber eher „stört“ oder meine anderen Tiere verschreckt, bekommt er seinen Kong. Das hat mehrere Vorteile: Der Hund ist beschäftigt und ich habe meine Ruhe ohne ihn permanent zurechtweisen zu müssen und so eine negative Lernbeziehung zu schaffen. Positive Bestärkung oder schlechtes Verhalten unterbinden, in dem man dem Hund gar nicht erst die Möglichkeit bietet sich so zu verhalten, sondern ihn stattdessen ablenkt, erhält eine positive Lernebene und nimmt den Hund nicht, wie es ein permanentes „Nein“ machen würde, den Spaß. Auch hat es den Vorteil, dass Worte wie „Nein“, „pfui“, „aus“ und „bleib“ seine Ernsthaftigkeit behalten, indem man sie nicht permanent nutzen muss. Solche Kommandos, die man immer und immer und immer wieder wiederholen muss, weil der Hund zu aufgekratzt ist um darauf zu reagieren, werden für den Hund unwichtig. Er stumpft auf dieses Kommando ab und nimmt es nicht mehr ernst. Daher lieber in Situationen, in denen man ohnehin weiß, dass der Hund in dieser Situation aufgekratzt ist und nicht hören will, den Kong benutzen und für eine positive Ablenkung zu sorgen. So kommt der Hund gar nicht erst auf den Gedanken, das Verhalten an den Tag zu legen, was man gerne verbieten möchte.
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Autor
Text:
- Anja (She) 08/2011
Bilder:
- Anja (She) 08/2011





